"Inventur" von Nisthilfen in Dorfen

 

In fast allen Nistkästen im Dorfner Stadtpark und an der Isen wurde dieses Jahr gebrütet und Jungvögel aufgezogen. Aus den verlassenen Nestern konnten das Team der Dorfen Mitglieder des Landesbund  für Vogelschutz (LBV)  vor allem auf einen guten Bestand von Blau-und Kohlmeisen, Staren und Kleiber schließen. Die Welt der Singvögel scheint  im Stadtpark intakt zu sein. Einen Grund, sich zurückzulehnen,   gibt es aber trotzdem nicht, meinen die Dorfner Vogelschützer.

 

Zwar finden Vögel im Stadtpark, um das Auffangbecken und entlang der Isen noch relativ gute Lebensbedingungen. Allerdings  dürfte jedem aufgefallen sein, dass es heuer auch bei uns deutlich weniger Insekten gab. Insekten aber sind für die Ernährung vieler Vögel überlebensnotwendig,  besonders für die Aufzucht. So fand sich auch ein Nistkasten mit verhungerten Jungvögeln im Stadtpark. Ob dies ein gewöhnlicher Verlust ist oder Ausdruck dafür, wie schwer es für die Tiere inzwischen ist, ihre Jungen zu ernähren, kann keiner sagen. Im Großen und Ganzen sind die Vögel aber auf dem Rückzug, was letztlich seine Ursachen im Flächenverbrauch, der Intensivlandwirtschaft, zunehmenden Verkehr und Überbauung hat.

 

Vögel brauchen „Trittsteine“ mit einem gut strukturierten Baum -und Strauchbestand in einer Landschaft, die von großen Ackerflächen für Mais und Intensivgrünland geprägt ist. Auch aufgrund  des Straßen,-Autobahn-und Schienenausbaus im Dorfner Umland sind  viele artenreiche Blühwiesen und Gehölze wie Hecken, Obstgärten, Parks und Gärten, die nicht „überpflegt“ werden, besonders wichtig.  Hier kann jeder mithelfen. Entweder als Grundstücksbesitzer oder als Vogel-bzw. Naturliebhaber. So wird zum Beispiel im Frühjahr eine Vogelschutzhecke mit Hilfe des LBV gepflanzt. Auch für die Beschaffung und das Anbringen von neuen Nistkisten (mehrere verrottete Kästen müssen ersetzt werden) hoffen die Vogelschützer auf Unterstützung der Dorfner.

(Text von Franz Leutner)

 

 

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