Tätigkeitsbericht Mai - August 2020

 

 

Liebe Vereinsmitglieder!

 

Corona hält uns weiterhin im Schach – so haben wir die Zeit genutzt, für und in der Natur zu arbeiten:

 

Biotope - Anlage neuer Flächen:

 

Auf der Fläche am Angerl zwischen Isen und Lappach, der Kirchstätter Anger, wurde der erste Teilabschnitt fertiggestellt:

 

Der Eigentümer des Grundstücks hat die Verrohrung zu entfernt, so dass die Wiese in der sich hier befindlichen Senke wieder vernässt wird, das abschüssige Gelände wird ausgenutzt und das Wasser zum Bach hin in einer Seige aufgestaut, dann der Überschuss weitergeleitet zum Bach. 

 

Der Bachlauf muss noch befestigt und geformt werden, so dass das Regenwasser auch stehen bleibt und überschüssiges Wasser im hinteren Bereich eine Feuchtwiese bildet, ehe dann der Überlauf in den Kirchstätter Bach fließt.

 

Es wurden 8 LKW-Ladungen Aushub zu einem großen Wall entlang der Straße und in einem Halbbogen aufgeschüttet, auf ca. 30 m Länge und 20 m Breite. Diese Fläche wurde planiert, mehrfach abgerecht, eingesät und gepflanzt. Im hinteren Teil wurden naturnahe Rosen, Holunder, Pfaffenhütchen, Haselnuss, Felsenbirne als Beginn der Vogelschutzhecke gepflanzt sowie als Großbäume eine Walnuss, eine Eiche und eine Eberesche.

 

Im hinteren Bereich am höchsten Punkt wurde eine bogenförmige Hecke aus Rotbuche gepflanzt, die einen Totholzstamm, den der Forst gespendet hat, umsäumt. Auf diesem riesigen Stamm kann man sitzen und das Angerl überblicken – ein neues Ausflugsziel für Spaziergänger.

 

Im Herbst wird die Vogelschutzhecke zu vervollständigen sein mit weiteren heimischen Gehölzen wie z.B. mit Wildapfel, Wildkirsche, Kornelkirsche, gemeine Berberitze, wilde Stachelbeere.

Der Eigentümer hat eine Fledermaushöhle in den Hang gebaut und wartet nun auf deren      Umzug.

 

Eine Fläche von ca. 1.000 qm wurde als Blühfläche mit mehrjährigen Wildblumen angelegt werden, die als Wintervogelfutter dienen sollen und zwar mit zwei Bereichen mit unterschiedlichen Samenmischungen. Lieferant: Georg Hans. Hier wurde 1 x vorsichtig auf ca. 10 cm Höhe gemäht, damit der Wildwuchs eingedämmt wird.

 

Das Bachufer wäre noch restlich von Springkraut zu befreien.

 

Zuletzt sollen im Herbst 5 Großbäume als Streuobstwiese gepflanzt werden.

 

Durch Spendensammeln und Vorträge müsste nun ausreichenden finanziellen Mittel vorhanden sein.

 

Ein großer Dank geht an den Eigentümer des Grundstücks, der tageweise gebaggert und gearbeitet hat gegen Spendenquittung – ohne diesen großzügigen Einsatz wäre die Anlage so nicht möglich gewesen.

 

Projekt Golfplatz Grünbach:

 

Begehung mit der UNB Erding, dem Biologen des Clubs: 

Wir wollen einen Konzeptvorschlag unterbreiten, der dann gemeinsam umgesetzt wird.

 

Alle Golfplätze sollen sich dieses Jahr ökologisch zertifizieren lassen. Mit den Betreibern wurden sehr konstruktive Vorgespräche geführt, wie der bereits mit kartierten Biotopen ausgestattete 80 ha große Platz weiter natürlich gestaltet werden kann: Weniger Flächen sollten gemäht werden, Uferrandstreifen teilweise vergrößert, Blühstreifen bzw. insektenfreundliche Flächen angelegt werden, Steinhäufen, Holz Lege, autochthone krautige Pflanzen gesetzt werden, eine Art Naturlehrpfad geschaffen und Hinweistafeln gefertigt werden, welche Maßnahme wo welchem Zweck dient. Hier würden wir vor allem beratend tätig werden.

 

Schafbauer Buckl Isen 

Gemeinsame Begehung mit dem Biologen Nirschl von der UNB Mühldorf (wohnt in Isen):

Da Fläche sehr verfilzt wurde vereinbart, dass dieses Jahr 2 x gemäht wird, erste Mahd mit Balkenmäher durchgeführt, zusammengerecht und Mähgut entsorgt. Zweite Mahd Ende September. Ausgenommen wird der obere Bereich – eine magere Trockenwiese.

Gemeinsame Aktion mit dem OVV Isen.

 

 

Vorträge:

 

Alle weiteren geplanten, aber corona-bedingt ausgefallene Exkursionen sollen im nächsten Frühjahr durchgeführt werden.

 

 

Exkursion:

 

Ivor hat am 13.6.2020 zwei Exkursionen hintereinander durchgeführt, da die Teilnehmerzahl auf 12 Personen begrenzt war. Treffpunkt war in Fraunberg. Gesichtet wurde eine beeindruckende Zahl von div. Vogelarten, u.a. Pirol, Sumpfrohrsänger, Gelbspötter, Goldammern.

 

Heinz Kotzlowski führte am 10.7.2020 eine sehr interessante Begehung an der Brandstadtfläche durch mit dem Thema „zwischen Uferschwalben und Biber“. Besonders interessant ist die seit einigen Jahren errichtete Brutwand für Uferschwalben, die rege besetzt ist.

 

 

Aktivitäten in nächster Zeit - Näheres im Naturschutzreport und auf der Homepage:

 

12.9.20 – Biotoppflege Freisinger Buckl – bitte mitmachen! (mit coronagerechter Brotzeit)

19.9.20 – Ramadama in Erding gemeinsam mit dem BUND – Treff: 09.30 h Parkplatz Schollbach

10.10.20 – dito Viehlaßmoos – bitte mithelfen! (mit corona-gerechter Brotzeit)

10.11.20  - Vortrag über Honigbienen

8.12.20  Jahreshauptversammlung, Rück- und Vorblick, sowie Vortrag zum Vogel des Jahres

 

 

Sonstiges

 

Info-Kasten an Hubertus-Kapelle Isen angebracht, enthält Info-Material des LBV zu verschiedenen Themen und wird gut angenommen

 

18 Landwirte in Isen und Umgebung angesprochen wegen der Aktion Artenvielfalt in landwirtsch. Betrieben, die Herr Luy durchführt. Durchwegs positive Resonanz, insbesondere Keilhacker Zellershub, der ein Stück Land am Hang zur Pacht für den LBV zur Verfügung stellen will.

 

Sperrung Eittinger Weiher durch die UNB – war wohl rechtswidrig – Angelegenheit liegt nun bei der Regierung von OBB.

 

 

Die Webseite ist fertig.

 

Für den Fotowettbewerb – siehe Homepage haben wir viele schöne Fotos erhalten.

 

Kooperationen:

 

BUND KG Erding – Gespräche geführt, gemeinsames Projekt um einen Vogelschutzpark in Erding am Fliegerhorst in Planung

Gewandhaus Gruber: heimische Vögel und deren Schutz – Ausstellung geplant

Ortsverschönerungsverein Isen und Isenwerk: Renaturierung der Isen, Anlage neuer Biotopflächen

 

Vögel und Vogelrettung

 

Bienenfresser:

Der europäische Bienenfresser hat nicht nur zum dritten Mal in Folge im Landkreis gebrütet, sondern seine Brutplätze um Erding auf 5 ausgeweitet. Ivor hatte diese „entdeckt“. In einer Kolonie waren ca. 30 Brutpaare. Andere Bruten fanden an gemeinsamer Stelle mit Uferschwalben statt. Eine Brutstätte findet sich an einer steilen Abbruchkante. Die UNB will diese erwerben und schützen, da Bienenfresser extrem störempfindlich reagieren und befürchtet wird, dass allzu viele Hobbyfotographen kommen werden. Alle Kiesgrubeneigentümer haben sehr freundlich und kooperativ reagiert.

 

Kiebitz: 

Ein Landwirt in Hofstarring (Hr. Graf) teilte Ende März bereits mit, dass auf seinem Acker – wie jedes Jahr – ein Kiebitz brütet. Bei Nachsehen fanden sich auf einem Hügel Richtung Nödlreuth 15 Kiebitze, eine Wiesenweihe und 9 Rehe.

 

Kuckuck:

Kam viel zu spät: Witterungsbedingt waren die Wirtsbruten schon zu weit gediehen. Dann folgte Kälte und Regen. War wohl nicht berühmt dieses Jahr.

 

Blaumeisen:

Das Bakterium Suttonella Ornitholocola löst eine Lungenentzündung aus. Da sehr ansteckend, zahlreiche Ausfälle.

 

Grünfinken

Trichomonadeninfektionen. Die große Hitze im August führte zu großen Ausfällen.

Diese Störung ist relativ einfach zu beseitigen, indem die Fütterung für 4 Wochen gänzlich eingestellt wird. Auch Trinkstellen sind zu entfernen, da die Infektion sehr ansteckend ist. Selbst tägliche Reinigung reicht nicht aus, da der Erreger bis zu 24 Std. im Wasser überleben kann. Social distancing ist also angesagt, wie bei Corona!

 

Störche:

Der Bruterfolg war mäßig dieses Jahr, mehr als 1 Küken pro Nest hat nicht überlebt.

 

Der Jungstorch von Eitting hat seinen Jungfernflug zwar unverletzt überstanden, landete aber in einem engen Hinterhof, wo er nicht weiter durch die Eltern versorgt wurde. Er wurde zunächst auf eine Wiese begleitet, dann aber doch mit Netz vorsichtig eingefangen, wollte unbedingt auch mal im BMW fahren und wurde auf einer satten Nasswiese entlang der Sempt ausgesetzt. Anderntags wurde er in der Nähe im Kieswerk Rohrdorfer inmitten einer Gänseschar gesichtet und mehrfach gefüttert, bis er richtig fliegen und sich selbst ernähren konnte. Die Meldung der Feuerwehr über eine spektakuläre Rettung ist allerdings eine (nette) Ente…

 

Schwarzstorch: 2 Sichtungen am Golfplatz, während dessen corona-bedingtem Lockdown. Weitere regelmäßige Sichtungen am Mühlbachanger und am Eck in Isen.

 

Rosenstare waren im Durchzug – aber nur eine Sichtung.

 

Spatzen:

Ecke Lange Zeile/Bräuhausgasse wird ein Geschäftshaus abgerissen. Im Rollladenkasten brüten aber 3 Paar Feldsperlinge und das mit vier Bruten!  Wir haben also 3 Ersatz-Holzkästen in den angrenzenden Bäumen aufgehängt. Der Abbruchunternehmer war sehr freundlich und warf das Metall nur dosiert und nur an einer Seite ab. So blieben alle unverletzt.

 

Mit dem Architekten des Bauherrn wurde vereinbart, dass die Koloniebrutkästen am Neubau unter dem Dach angebracht werden können. Zwischenzeitlich werden am Kaufhaus Gruber Kästen angebracht.

 

Auch die Voliere am Eck bewährte sich dieses Jahr: Ein Jungspatz, der in der Nacht von der Katze gefangen worden war, erholte sich prächtig, wurde von der Kanarien-Henne gefüttert und flog 10 Tage später mit Jubel-Chilp in die Freiheit.

 

Schwan:

Ein Jungschwan geriet in eine Wasserwalze in der Nähe vom Viehlassmoos am Sempt-Kanal. Unser Hund hat ihn erfolgreich befreit, nachdem die Feuerwehr meinte am Sonntagnachmittag rücke sie wg eines Schwans nicht aus. Der Schwan schwamm selbständig zu einer Halbinsel voller Enten und blieb noch ca. 2 Wochen dort, ehe er flügge war und das Wehr überwinden konnte, um mit seiner Familie weiter zu ziehen. Ein weiterer Jungschwan gesellte sich dann auch noch dazu. Also eine Ehrenmedaillie für Borrosch.

 

Uferschwalben:

Diese finden sich in einer Zahl von ca. 70 Brutpaaren mitten im Kieswerk am Kronthaler Weiher. Der Eigentümer meinte, dass diese sein Heiligtum seien – wie schön!

 

Wander- und Turmfalken:

Der Kälteeinbruch und Starkregen Mitte Juni bescherte zahlreiche Anrufe und Rettungsaktionen wegen verletzter Falken. Da sich das Gefieder bei Regen vollsaugt und schwer wird, können die Falken nur noch schlecht abrütteln. Da sie aber gleichzeitig einen erhöhten Futterbedarf haben wegen des Wärmeverlustes und weil sie die Küken füttern müssen, kam es zu vielen Zwischenfällen. Eine glückliche Operation eines gebrochenen Flügels durch Herrn Alfred Aigner in Otterfing, Bergham 100 – der diesen Patienten mitten in der Nach annahm und ihm mittels eines Glasfaserstifts den Bruch stabilisierte, obwohl seine Voliere schon brechend voll war. Glückliches Ende: Die Falkin traf in der Station einen stattlichen ebenfalls rekonvaleszierenden Falken. Beide wurden nach 6 Wo erfolgreich in Isen ausgewildert.

 

Ein begonnener Abbruch einer alten Mühle in Singlding wurde Anfang Juni durch die UNB gestoppt, nachdem dort das Brutgeschäft gestört worden war (tote Turmfalken), lebende Bachstelzen u.a.

 

 

Waldohreulen:

Die Brut in der Stephanstr. In Erding ging komplett verloren, nachdem ein Sturm den gesamten Horst mit Eiern auf die Straße beförderte.

 

 

Zwergfledermaus wurde Ende Juni aus dem Nistkasten befördert mitsamt der ganzen Familie. Dies war wohl das Werk eines Bilchs wie z.B. Siebenschläfer. Zwei Junge hatten überlebt. Eines davon war jedoch letal verletzt. Das andere, ein sehr munteres männliches Tier wurde zur Aufzucht und späteren Widerauswilderung nach München zur Fledermausmutter Kistler des LBV verbracht. Hier fanden sich ca. 50 andere verwaiste Tiere. Eine bewundernswerte Aufgabe, da die Kleinen alle 4 Std. zu füttern sind.

 

Fledermauskartierung durch Evelyn und Brigitte.

 

Nistkästen:

 

Diese müssen jährlich im Spätherbst gereinigt werden. 

Hier wären wir dankbar für weitere Helfer!!!

Die Termine, die im Oktober/November stattfinden, geben wir auf der Homepage bekannt.

 

Nistkästen 

im Stadtpark Erding wurden neu kartiert,

Fledermauskästen: Hier beginnt demnächst die jährliche Zählung;

Kreisobstlehrgarten in St.Wolfgang: Hier wurde im Februar gereinigt. Bis auf 2 waren alle Kästen belegt gewesen. 1 Kasten mit Haselmaus.

Spatzenkästen Stadtmitte

Nistkästen Aufhausen 

 

 

Mustervogelfutterstelle:

 

Am Seniorenheim Hl.-Geist-Stift wird diese nun im Herbst eingerichtet werden, damit Ältere und auch Demenzerkrankte eine lebhafte Abwechslung in ihrem Alltag haben. Die Bestückung und Reinigung soll durch Paten in den Heimen erfolgen.

 

 

Für Anregungen, Ideen und Kooperation sind wir immer dankbar – egal in welcher Form Sie/Ihr das wünschen/t! Wir freuen uns über jede Resonanz.

 

 

 

Mit herzlichen Grüßen,

 

 

U. Schmidt-Hoensdorf  

Vors. LBV KG Erding

 

 

Tätigkeitsbericht Januar bis April 2020

Wegen der Corona-Pandemie wurden alle öffentlichen Termine bis 31.5.2020 abgesagt.

Wirkt wie eine Lähmung. Nur das traumhafte Frühlingswetter und die Tatsache, dass es kein Ausgehverbot gibt, trösten relativ darüber hinweg.

 

Gewinner ist die Natur und die Kreatur.  

 

Biotope - Anlage neuer Flächen:

 

  • Die mit einer Vogelschutzhecke bepflanzte Ausgleichsfläche von ca. 40 m Länge  und 2 Reihen heimischer Gehölze nördlich Richtung Bramer wurde durch Vandalismus vollständig zerstört: Bis auf 1-2 Gehölze wurde alles ausgerissen  oder direkt über dem Boden abgeschnitten. Es ist nichts mehr vorhanden. Man sieht noch die Löcher im Bereich der Pflanzlöcher; die Wühlmauskörbe blieben im Boden. Unfassbar und unbegreiflich – ich denke, wir geben auf.

    Man müsste also eine komplette Neuanlage machen, einen Zaun darum herum ziehen und Hinweisschilder fertigen – das wäre Aufgabe der Gemeinde.

 

  • Die weitere Fläche am Angerl zwischen Isen und Lappach wird nun in zwei Schritten bearbeitet: Die Pläne für die Renaturierung der ersten Teilfläche von ca. 3.000 qm haben wir mit der UNB besprochen und deren Konsens erhalten:

    Der Eigentümer des Grundstücks hat begonnen, die Verrohrung zu entfernen, so dass die Wiese in der sich hier befindlichen Senke wieder vernässt wird, das abschüssige Gelände wird ausgenutzt und das Wasser zum Bach hin in einer Seige aufgestaut, dann der Überschuss weitergeleitet zum Bach. Die Randbereiche sollen mit Schilf bepflanzt werden. Hier war in den letzten Jahren immer wieder der Schwarzstorch auf Futtersuche gesichtet worden.

    Weiter wird ein großer Wall entlang der Straße und in einem Halbbogen aufgeschüttet, auf ca 30 m Länge und 5 m Breite. Hier soll im Herbst eine 3-reihige Vogelschutzhecke gepflanzt werden. Steinwälle in Form von Trockenmauern oder Steinhaufen werden errichtet, sowie eine Totholzlege. 

    Davor soll eine Fläche von ca 500 qm als Blühfläche mit mehrjährigen Wildblumen angelegt werden, die als Wintervogelfutter dienen sollen.

    Das Bachufer wird gerade gesäubert von uralten Ablagerungen – Steine, Holz, Schutt, Mulch. Das E-Werk Haag hatte im Herbst alle großen Bäume abgesägt, weil diese in die Elektroleitung zu stürzen drohten. Es gibt aber zahlreiche Schösslinge neuer Bäume, so dass davon auszugehen ist, dass das Bachufer sich mit der Zeit alleine wieder auffüllt. In diesem Bereich befindet sich ein kartiertes Biotop.

    Zuletzt sollen im Herbst 5 Großbäume als Streuobstwiese gepflanzt werden.

    Da dieses Projekt allein durch die Kreisgruppe Erding betrieben und die Kosten bezahlt werden müssen, ist momentan etwas Zurückhaltung notwendig, da aufgrund des pandemiebedingten Stillstandes noch keine ausreichenden finanziellen Mittel beschafft werden konnten.

 

  • Golfplatz Grünbach:

    Alle Golfplätze sollen sich dieses Jahr ökologisch zertifizieren lassen. Mit den Betreibern wurden sehr konstruktive Vorgespräche geführt, wie der bereits mit kartierten Biotopen ausgestattete 80 ha große Platz weiter natürlich gestaltet werden kann: Weniger Flächen sollten gemäht werden, Uferrandstreifen teilweise vergrößert, Blühstreifen bzw. insektenfreundliche Flächen angelegt werden, Steinhäufen, Holzlege, autochthone krautige Pflanzen gesetzt werden, eine Art Naturlehrpfad geschaffen und Hinweistafeln gefertigt werden, welche Maßnahme wo welchem Zweck dient. Hier würden wir vor allem beratend tätig werden.

     

 

Vorträge:

 

Am 16.1.2020 referierte Andreas Hartl über Bäche und Flüsse – Lebensadern unserer Heimat. Der Vortrag in der Gruberei war äußerst informativ und mit wundervollen Bildern begleitet. Thema war vor allem der Artenschwund, die Veränderung im Moorgebiet um die Isen in der Lebenszeit von Andi und der heutige Zustand der Gewässer und den Zonen rundum. Hoffnung macht, dass manche Stellen wie eine Arche Noah bestehen blieben und geschützt werden müssen.

 

Am 20.2.2020 war der Landesvorsitzende Dr. Norbert Schäffer für ein äußerst mitreißendes und informatives Referat in der Gruberei: Der Biologe führte in die Position des LBV generell ein und seine Rolle im Naturschutz. Er zeigte eindrucksvolle Beispiele zu Nationalparks, Erfolge, die z.B. durch Artenschutzprogramme erzielt werden können, Umweltbildung wie u.a. durch die Umweltstationen, eigene Möglichkeiten eines Jeden durch sein Verhalten im Gartenbau. Durch seine eigene Begeisterung und Optimismus transportiert Dr. Schäffer Empathie und Begeisterung für die Natur!

 

Am 6.3.20 Vortrag der Vorsitzenden bei der Rotarischen Gesellschaft Erding. Thema: Wie geht es unseren heimischen Vögeln? Mit gutem Anklang, Gewinnung von Neumitgliedern, teils als Fördermitglieder und weiterer Einladung zu Rotary Dorfen.

 

Alle weiteren geplante, aber ausgefallene Exkursionen sollen im nächsten Frühjahr durchgeführt werden.

 

 

 

Aktivitäten in nächster Zeit - Näheres im Naturschutzreport und auf der homepage:

 

2.6.2020: Vortrag über Mauersegler, Vorstellung eines äußerst interessanten Projekts aus Großbritannien – Gast aus England: Dr. Andy Broadhurst

 

Für den Herbst war eine Aktion im KAG mit allen 8. Schulklassen geplant zum Thema Nachhaltigkeit. Auch diese Veranstaltung wird wohl nach 2021 verschoben.

 

Info-Kasten an Hubertus-Kapelle Isen

 

 

Neue Kooperationen:

 

  • BUND KG Erding – Gespräche geführt, gemeinsames Projekt um einen Vogelschutzpark in Erding am Fliegerhorst in Planung

  • Gewandhaus Gruber: heimische Vögel und deren Schutz – Ausstellung geplant

  • Ortsverschönerungsverein Isen: Kurzvortrag an deren Wandertag

 

Vögel und Vogelrettung

 

Kiebitz:

 

Falls Sie auf Spaziergängen Kiebitze sehen, bitte an uns melden! 

 

Gemeinsam mit der Wildlandstiftung stecken wir auch wieder Frühjahr Gelege aus, so dass die weiteren Arbeiten auf dem Feld schonend durchgeführt und die Gelege ausgespart werden. Die Landwirte erhalten eine Prämie durch die UNB.

 

Wir haben in diesem Jahr deutlich mehr Kiebitzbrutpaare im Dorfener Moos als in den vergangenen Jahren. Die ersten Nester konnten Ende März beobachtet werden. Insgesamt sind es 11 Brutpaare. 6 davon brüten (brüteten) auf einem Acker, bei welchem eine Nutzungsvereinbarung mit dem Flächenbewirtschafter getroffen wurde, und wo die Kiebitze erst einmal vor einer Bewirtschaftung sicher sind. Bisher konnten 2 Nester von uns markiert werden. Die restlichen 3 Brutpaare wechselten bisher regelmäßig die Flächen, entweder aufgrund von Störungen oder weil die Nester ausgeraubt bzw. umgeackert wurden. Das bedeutet für uns, dass wir nach wie vor regelmäßig im Dorfener Moos unterwegs sind, damit wir die neuen Neststandorte ggf. rechtzeitig markieren können. Heute konnte das erste recht frisch geschlüpfte Kiebitzküken beobachtet werden. Das entsprechende Nest wurde am 27. März markiert, also vor 26 Tagen. Also nicht nur Verluste, sondern auch Erfolge. Aber es bleibt spannend.

 

In der Nähe von Watzling/Lengdorf sind 2 weitere Kiebitzbrutpaare auf einem Acker. Diese waren jedoch bisher leider nicht erfolgreich. Die Fläche wurde umgepflügt noch bevor eine Vereinbarung mit dem Bewirtschafter getroffen werden konnte.

 

Ein Landwirt in Hofstarring (Hr. Graf) teilte Ende März bereits mit, dass auf seinem Acker – wie jedes Jahr – ein Kiebitz brütet. Bei Nachsehen fanden sich auf einem Hügel Richtung Nödlreuth 15 Kiebitze, eine Wiesenweihe und 9 Rehe.

 

Kuckuck:

Kam ca 10 Tage früher zurück als üblich, zahlreiche Meldungen.

 

Blaumeisen:

Der Bakterienbefall ist bislang im Landkreis nicht beobachtet worden.

 

Störche:

 

Alle bekannten Horste im Landkreis wurden sehr zeitig besetzt.

 

Einen neuen Horst gibt es in Siggenhofen bei Ottenhofen, ein ziemlich windiger Bau auf einem Strommasten aus Beton mit Plattform – wir werden uns darum kümmern müssen, dass hier nach dem Verlassen ein ordentlicher Unterbau montiert wird.

 

Auch in Eitting wird nach ein paar Jahren Pause wieder ein neuer Horst gemeldet und zwar auf dem Dach der Bäckerei Emslander.

 

Spatzen:

 

Ecke Lange Zeile/Bräuhausgasse wird ein Geschäftshaus abgerissen. Im Rollladenkasten brüten aber 3 Paar Feldsperlinge. Wir haben also 3 Ersatz-Holzkästen in den angrenzenden Bäumen aufgehängt. Falls der Abriss vor Brutende erfolgen sollte, müssen die Nester umgesetzt werden. – Langfristiges Ziel ist es, mit dem Bauherrn zusammen Koloniebrutkästen am Neubau unter dem Dach anzubringen.

 

Dompfaff:

Mehrere Beobachtungen, dass diese erstmals in naturnahen Gärten brüten.

 

 

Sonstige Beobachtungen aus dem Dorfener Moos von diesem Frühjahr: Regelmäßige Besuche von Wiesenweihen und Habicht. Zahlreiche Bekassinen als Durchzügler (Brutpaare konnten bisher keine gesichtet werden, aber wer weiß, die Art ist ja schwer zu erfassen). 2 Kampfläufer Anfang April. Blaukehlchen revieranzeigend, 1 Bruchwasserläufer auf dem Durchzug. 

 

Viele Feldhasen und viele, viele Rehe…

 

 

Nistkästen:

 

Diese müssen jährlich im Spätherbst gereinigt werden. 

Hier wären wir dankbar für weitere Helfer!!!

Die Termine, die im Oktober/November stattfinden, geben wir auf der Homepage bekannt.

 

Die Nistkästen 

 

  • im Stadtpark Erding wurden neu kartiert,

  • Fledermauskästen: Hier beginnt demnächst die jährliche Zählung;

  • Kreisobstlehrgarten in St.Wolfgang: Hier wurde im Februar gereinigt. Bis auf 2 waren alle Kästen belegt gewesen. 1 Kasten mit Haselmaus.

  • an der Hubertus Kapelle Isen sind alle 4 Kästen mit Kohlmeise, Blaumeise und Stiglitz belegt gewesen --- 

    die Futterstelle, die das ganze Jahr bestückt wird, findet regen Anklang!

  • 3 neue Spatzenkästen am kleinen Platz: bitte beobachten!

 

 

Mustervogelfutterstelle:

 

Am Seniorenheim Hl.-Geist-Stift soll diese eingerichtet werden, damit Ältere und auch Demenzerkrankte eine lebhafte Abwechslung in ihrem Alltag haben. Die Bestückung und Reinigung soll durch Paten in den Heimen erfolgen.

 

 

 

 

Webseite:

Wurde erneuert und nun regelmäßig gepflegt.

 

 

Fotowettbewerb  ausgeschrieben über Homepage

 

 

Für Anregungen, Ideen und Kooperation sind wir immer dankbar – egal in welcher Form Sie/Ihr das wünschen/t! Wir freuen uns über jede Resonanz.

 

Genießen Sie /Ihr das wundervolle Frühlingsszenario, die Vogelkonzerte, die Ruhe der Natur, die Spaziergänge und bleiben Sie gesund!

 

Tätigkeitsbericht Juli - Dezember 2019

 

Biotope:

 

Die Biotoppflegemaßnahmen der Flächen im Viehlaßmoos und Freisinger Buckel wurden dieses Jahr erstmals unter der Leitung der KG Erding durchgeführt. Gemäht wird durch Herrn Kratzel mit einem handgeführten Balkenmäher. Die Flächenpflege unterlag dieses Jahr der Landeskontrolle – ohne Beanstandung. 

 

Beide Flächen waren sehr trocken im Vergleich zu früheren Jahren, in denen es wesentlich mehr geregnet hatte. Die Schilfbestände nehmen ab, sind aber noch immer deutlich vorhanden.

 

Am Freisinger Buckel wurden nur Teile gemäht und gerecht, insbesondere mit dem Ziel, die drohende Verbuchung im Kiefernwäldchen einzudämmen. Auf der Freifläche finden sich u.a.Orchideen wie z.B. der Frauenschuh. 

 

Am Viehlassmoos wurden ebenfalls nur Teile gemäht und das Mähgut auf Planen händisch herausgezogen. Hier fand sich im September eine große Wiese mit Lungenenzian – eine flächig blaue Pracht. – Bei einer Begehung im Frühherbst gemeinsam mit der UNB wurden u.a. ein Neuntöter und Hauhechelbläulinge, Perlmuttfalter gesichtet. 

 

Beide Flächen wurden unter Mithilfe der Ortsgruppe Fraunberg und Freising mit ausreichend Helfern bearbeitet.

 

 

Anlage neuer Flächen:

 

Die Wiese am Schafbauerbuckel in Isen wurde gesenst. Die im Frühjahr  eingesetzten vermeintlich autochthonen Pflanzen wie  Wasserdost, Baldrian, Kugelblume. Färberkamille, Johanniskraut, Glockenblumen, Hauhechel, Natternkopf uva.waren großteils nicht in unserer Gegend heimisch; deie UNB hatte dies über den Biogärtner – Heim/Hofgarten - der nördlich am Bodensee sitzt, in Erfahrung gebracht. Dies stellt aber kein größeres Problem dar, da nahezu alle Pflanzen entweder nicht angegangen waren – mit Ausnahme der Färberkamille, die autochton ist und flächig blühte – oder sie waren herausgezogen oder bodennah abgeschnitten worden, vom wem auch immer. Außerdem hatte das Straßenbauamt einen ca 10 m (!) breiten Streifen entlang der Straße bodeneben rasiert. 

 

Heute wächst also dort vor allem Mädesüß, Wiesenglockenblumen, Augentrost und im Magerrasen beheimatete kleine Blumen.

Im Herbst wurde ein Vogelbeerbaum, Hollunder, Kornellkirsche und Weißdorn entlang des Bacherls gepflanzt.

 

In St.Wolfgang wurde der Kreisel gemäht: Insbesondere der Natternkopf, Sonnenhüte und Sonnenbräute, Leinkraut, Maragrithen und Natternkopf blühten teilweise sehr schön. Bürgermeister Gaigl von St.Wolfgang bedankte sich ausdrücklich, viele Leute hätten sich sehr positiv geäußert.

 

Die mit einer Vogelschutzhecke bepflanzte Ausgleichsfläche von ca 40 m Länge nördlich Richtung Bramer wurde vervollständigt, nachdem durch den extrem trockenen Herbst 2018 etliche Sträucher eingetrocknet waren. Andere Pflanzen fielen dem Herr von Wühlmäusen zum Opfer. Somit wurden ca 20 neue Gehölze gepflanzt, dieses mal in Wühlmauskörbe.

 

Zwei neue größere Flächen wurden uns angetragen zur Pflege, bzw. Renaturierung zum Biotop. Eine spannende Sache:

 

Die Fläche Schafbauerbuckel haben wir nun unter Vertrag genommen – Pachtvertrag mit 5-jähriger Laufzeit.

Die weitere Fläche am Mühlbachanger zwischen Isen und Lappach wird nun in zwei Schritten bearbeitet: Die erste Teilfläche von ca 3.000 qm haben wir unter Pacht genommen auf 5 Jahre. Hier soll eine Wiese renaturiert, sprich die vorhandenen Drainagen sollen entfernt werden, so dass das Wasser sich in einer Seige sammelt und der Überlauf dann gezielt in den Mühlbach zurück fliesst. Unterwegs wird eine Fläche von ca 1.000 qm vernässt. Ziel ist, einen Bereich für Amphibien und Frösche zu schaffen, so dass die hier jagenden Störche mehr Nahrung finden. Im weiteren Verlauf wird eine Streuobstwiese gepflanzt und eine große Vogelschutzhecke. Derzeit fertigen wir die Pläne zur naturschutz- und wasserrechtlichen Genehmigung.

Weitere 2 ha Fläche im Anschluß an obiges Gebiet sind als weiterer Grund in Aussicht gestellt worden – hier muss u.a. noch die Pacht beendet werden, der betroffene Landwirt muss nun seinerseits erst Ersatzflächen finden.

 

Vorträge:

 

Am 9.10.19 hielt Richard Straub vom LBV Ebersberg einen viel beachteten Vortrag über das Auswilderungsprogramm der Lämmergeier im Rauris (Krumtal). Nach 30 Jahren kann dieses Projekt nun erfolgreich bezeichnet werden, da man in ihrem ursprünglichen Lebensraum der Alpen wieder Steinadler, Gänse-, Bart- und Lämmergeier beobachten kann.

 

Am 7.11.19 referierte Heinz Kotzlowski mit einem schön bebilderten Vortrag über Natur und Kultur im Donaudelta in Rumänien und in Siebenbürgen. Ein Besuch des Donaudeltas ist sowohl aus ornithologischer Sicht als auch kulturell höchst empfehlenswert!

 

 

Der Apfelmarkt in St.Wolfgang am 3.10.19 ist mittlerweile fester Termin für den LBV: Wir hatten einen schönen Stand mit viel Information und Literatur, Nistkästen, Futterstellen und –mitteln etc. und haben einen erfüllten Tag verbracht und unzählige Gäste am Stand begrüßt. Ein besonderer Dank wurde durch den Landesvorsitzenden der Gartenbauvereine sowie den Bürgermeister Gaigel für unseren kontinulierlichen Beitrag und die Arbeit in der Natur ausgesprochen.

 

 

Aktionstag am 24.11.2019 im Gewandhaus Gruber, Erding:

Jan Haft und Andreas Hartl hatten uns den Film über 60 Jahre Isental sowie einen Nachspann über die einschneidenden Veränderungen durch den Autobahnbau zur Verfügung gestellt. Andreas Hartl war zu Beginn persönlich anwesend und hat in beeindruckender Weise über seine Naturbeobachtungen seit seiner frühesten Jugend berichtet und alle sehr nachdenklich zurückgelassen.

Nach drei Durchgängen war der Tag um, neue Mitglieder gewonnen und Spenden in Höhe von rund € 700 eingesammelt.

Besonders erfreulich ist, dass mit der Familie Gruber eine ganze Gemeinschaft von begeisterten Unterstützern gefunden wurde, die es uns nun ermöglicht, in einem attraktiven und größeren Rahmen aufzutreten.

 

 

Aktivitäten in nächster Zeit - Näheres im Naturschutzreport und auf der homepage:

 

8.1.2020: Neujahrsempfang Ortsgruppe Fraunberg mit Vortrag von Herrn Euringer sen.

 

16.1.2020: Film in der Gruberei von Jan Haft über Bäche und Flüsse – Lebensadern unserer Heimat

 

20.2.2020: Dr. Norbert Schäffer refereriert zum LBV und seiner Rolle im Naturschutz, auch zum Volksbegehen Artenvielfalt erhalten, Bienen retten – wie geht es weiter?

 

4.4.2020: Exkursion mit Heinz Kotzlowski in eine sehr interessante und artenreiche Gegend am Flughafen-Flutgraben

 

19.4.2020: Exkursion mit Dr. Ivor Cowlrick in die Nähe unseres Biotops am Freisinger Buckel zur Vogelbeobachtung

 

15.5.2020: Ausflug mit dem Bus zum Murnauer Moos – mit Anmeldung

 

2.6.2020: Vortrag über Mauersegler, Vorstellung eines äußerst interessanten Projekts aus Großbritannien – Gast aus England: Dr. Andy Broadhurst

 

 

Vögel und Vogelrettung

 

Zahlreiche Anrufe kamen von Vogelfreunden, die Jungvögel oder verletzte Vögel fanden. 

So u.a. im November aus Loipfing: ein noch nicht flugfähiges aber ausgewachsenes Blässhuhn wurde in die Isen gesetzt. 

Mehrere Falken, teils nicht mehr zu retten (wurden in die UNI-Klinik München verbracht).

Ein junger Schwan mit verletztem Flügel am Kronthaler Weiher entzog sich trotz mehrtägiger Anfütterung und der freundlichen Mithilfe der Feuerwehr Erding jeglichem Zugriff. 

 

Krähenvögel:

Das Problem der Überbevölkerung im Stadtgebiet Erding besteht weiter, die Stadt hat nun einen Falkner wird dauerhaft engagiert.

Im ganzen Kreisgebiet ist eine erhebliche Zunahme von Saat- und Rabenkrähen zu beobachten, ebenso Elstern, Eichelhäher und Greifvögel allgemein.

 

Kiebitz

Gemeinsam mit der Wildlandstiftung werden wir auch wieder nächstes Frühjahr Gelege suchen und ausstecken, so dass die weiteren Arbeiten auf dem Feld schonend durchgeführt und die Gelege ausgespart werden. Die Landwirte erhalten eine Prämie durch die UNB.

Wir danken fürs Mitmachen und Melden!

 

Störche/Silber- und Graureiher

Zwei Störche wurden im Dezember 19 wiederholt im Moos bei Embach gesichtet, diese überwintern also hier.

Sichtungen zahlreicher Silber- und Graureiher auf allen Wiesen zwischen Erding und Dorfen.

 

 

 

 

Nistkästen:

 

Diese müssen jährlich gereinigt werden. Hier wären wir dankbar für weitere Helfer!!!

Die Termine, die im Oktober/November stattfinden, geben wir auf der homepage bekannt.

 

Die Nistkästen im Stadtpark Erding werden neu kartiert.

Die meisten wurden gereinigt – der Rest folgt im Frühjahr.

 

Schloß Aufhausen: Reinigung von Nistkästen und Fledermauskästen; da teilweise sehr versteckt belegen, wurden diese die letzten Jahre nicht gesichtet und sind teilweise verrottet.

 

Im Kreisobstlehrgarten in St.Wolfgang muss noch gereinigt werden.

 

 

Fledermäuse:

Am 13.4.2019 haben wir in Notzing am Weiher und in Aufhausen am Schloss sowie am 11.7.19 am Wehr im Stadtpark die Abendsegler gezählt. Von insgesamt 16 Kästen waren nur zwei belegt. Am Notzinger Weiher haben wir ein einzelnes Tier gefunden. Am Aufhausener  Schloss waren in einem Kasten 30 Abendsegler.  Viele Kästen sind leer, bzw. fehlbelegt etwa durch Hornissen. 

 

Aber am Bach im Stadtpark war „die Hölle“ los, ein richtiges Konzert. Die Fledermäuse haben wohl aufgrund der Baumaßnahmen eine andere Bleibe gefunden. Während vor den Umbaumaßnahmen noch 15-10 Wasserfledermäuse gezählt wurden, waren es jetzt nur noch 3. Es gibt aber auch andere Fledermausarten hier.

 

Die Kartierung der Fledermäuse wird durch Herrn Dr. Andreas Zahn durchgeführt, dem die Zahlen übermittelt wurden. Die Kästen werden durch uns gepflegt. Weitere Info siehe eigener Beitrag auf der homepage.

 

 

 

Webseite:

Diese wurde nun auf das neue Format umgestellt und wird derzeit ergänzend eingepflegt.

 

 

Tätigkeitsbericht für das 1. Halbjahr 2019

Jugend:

-  Sehr erfreulich ist, dass sich eine Naturschutz-Jugendgruppe in der Ortsgruppe Dorfen gegründet hat! Endlich erreichen wir somit aktiv den Nachwuchs und freuen uns, diese Gruppe so aktiv wie möglich zu unterstützen. 

-  Fridays for future: Hier haben wir an der ersten Demonstration auf dem Schrannenplatz in Erding teilgenommen und die Vorbereitungen unterstützt. Wir werden vor allem weiterhin moralischen Beistand leisten. 

-  Es wurden mehrere Unterrichtsstunden abgehalten z.B. in der Grundschule St.Wolfgang mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit, Umweltprobleme, Vogelschwund, Vogel des Jahres. Ein sehr positives Ergebnis kann die Vorsitzende hier mitnehmen, die unterrichteten Kinder der 1.-4. Klassen waren begeisterungsfähig und sehr empathisch.

Biotope:

 - Die Biotoppflegemaßnahmen der Flächen im Viehlaßmoos wurden bislang von der KG Freising organisiert und gemeinsam mit der KG Erding durchgeführt. Nun hat die KG Erding wieder die Leitung übernommen. Die Art und Weise der Pflegemaßnahmen werden eng mit der UNB ED koordiniert und dann weiterhin gemeinsam mit der KG Freising durchgeführt. 

Hier gilt es, Ende September/Anfang Oktober an zwei Samstagvormittagen Arbeitseinsätze zu bewältigen. Dauer ca. 3 Std. von 09.-12.00 h. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.

Wir freuen uns über jede/n Teilnehmer/in – gemeinsam geht’s besser und macht mehr Spaß. Außerdem gibt es so eine gute Gelegenheit die ökologisch wertvollen Flächen mit ihren Bewohnern kennen zu lernen.

Exkursionen:

- Die nächste Exkursion findet mit Ivor am 21.6.19 in den Abendstunden statt – siehe Programmteil. Es gilt vor allem die sehr seltene Waldschnepfe zu sehen, aber auch die übrigen Vogelbewohner des Moosgebietes, die dann nach der Brut in die Mauser kommen und sich für den Vogelzug erholen müssen.

- Hingewiesen wird auch auf die Geländeexkursion am 12.6.2019 der OG Dorfen bezüglich artenreichem Grünland und Äckern im und ums Isental – siehe gesonderter Artikel. Sicherlich eine spannende und interessante Begehung besonders schöner Naturflächen.

- Geplant wird nun ein gemeinsamer Jahresausflug mit einer ca. 2,5 Std. gemütlichen Aufstieg auf die Alm: Unser Vorstandsmitglied der OG Dorfen begibt sich jeden Sommer für einige Monate auf eine Alm mit Jungkühen. Dort gibt es natürlich interessante Waldvögel, die man hier nicht so leicht sichten kann. Näheres wird noch mitgeteilt. Eingeladen sind alle Interessierte.

Vogelrettung:

 - Gelungen ist das Wiedereingliedern eines jungen Turmfalken, der aus dem Horst geflattert war, ohne wirklich flügge zu sein. Mit Hilfe der Erdinger Feuerwehr gelang dies gut, der Horst wurde zusätzlich durch ein Querbrett gesichert.

- Zahlreiche Anrufe kamen von Vogelfreunden, die Jungvögel fanden, die sich noch nicht allein ernähren konnten. Wie hier zu verfahren ist, siehe gesonderter Beitrag.

- Nicht ganz gelungen ist die Bergung eines bereits verendeten Kuckucks im Gebiet um Armstorf: Dieses Weibchen hatte versucht, sein Ei in ein Elsternnest abzulegen und sich damit komplett verschätzt: Elstern sind mindestens doppelt so groß und stark. Der Kuckuck wurde in flagrante erwischt und leider noch in der Luft tödlich verletzt. Zunächst diente er als Anschauungsmaterial in den Schulen. Jetzt wird er präpariert und wird in der Zentrale in Hilpolstein zu sehen sein.

Ausstellung Vogel des Jahres: Die Feldlerche:

- 6 Plakate befinden sich derzeit noch im Rathaus Isen zur Anschauung und kommen demnächst in die Räume der Volkshochschule Erding.

Umwelt:

- Am 17.5.2019 haben wir einen Aktions-Nachmittag auf dem Schrannenplatz in Erding durchgeführt mit Marktstand, großen plakativen Postern der Zentrale über Agrarwirtschaft und ökologische Umgestaltung der Flächen, blütenreiche Wiesen, autochthone Wildblumen und –samen, Infomaterial, Vogelschutz etc. 

Saatkrähenproblem in Erding:

- Herrn OBB Gotz wurde Hilfestellung angeboten und eine recht umfangreiche Vergrämungsmaßnahmen aufgezeigt – diese benötigen allesamt viel Aufwand und Zeit, sind jedoch erfolgversprechend.

Waldohreulen in Erding:

- Drei Brutstellen konnten gefunden werden – jeweils mit bis zu 3 Küken, die alle durchkamen. Ein umfangreicherer Pressebericht ist geplant – auch, weil es hier zu verhindern gilt, dass einer der Brutbäume gefällt wird.

Kiebitze:

- Mehrere Gelege wurden geortet, mit der Wildlandstiftung und den betroffenen Landwirten konferiert , die sämtliche aufgeschlossen und freundlich reagierten. Die Gelege werden ausgesteckt, so dass die weiteren Arbeiten auf dem Feld schonend durchgeführt und die Gelege ausgespart werden. Die Landwirte erhalten eine Prämie durch die UNB.

Wir danken fürs Mitmachen!

Wiesenweihe:

-  Eine Sichtung ist nördlich von ED erfolgt – leider jedoch kein Brutplatz gefunden worden. Das wäre der erste Bruterfolg im Landkreis gewesen. Wir hoffen somit auf weiteres. 

Störche:  

- Soweit bekannt, hat ein Küken in Erding/Langengeisling den 3-tägigen Starkregen nicht überlebt. Alle anderen sind wohlauf.

Fledermäuse:

Am 13.4.2019 haben wir in Notzing am Weiher und in Aufhausen am Schloss die Abendsegler gezählt. Von insgesamt 16 Kästen waren nur zwei belegt. Am Notzinger Weiher haben wir ein einzelnes Tier gefunden. Am Aufhausener  Schloss waren in einem Kasten 30 Abendsegler. Die Kartierung der Fledermäuse wird durch Herrn Dr. Andreas Zahn durchgeführt, dem die Zahlen übermittelt wurden. Die Kästen werden durch uns gepflegt.

Eine Sichtung der Kästen im Stadtpark Erding ist erst nach Beendigung der Baumaßnahmen möglich.

Website:

Diese wird derzeit überarbeitet und neu gestaltet.