Kein Schnee und trotzdem Vögel füttern?

Vogelfütterung bringt Farbe und Leben in Gärten - trotz milden Wetters unproblematisch

Tannenmeise / Dieter Hopf
Tannenmeise / Dieter Hopf

Hilpoltstein, 13.12.2019 – Auch wenn die Temperaturen bis zum Jahresende nicht mehr wirklich winterlich werden sollen, können Naturfreunde die heimischen Vögel im Garten füttern. Der LBV gibt viele hilfreiche Tipps, wie die gefiederten Gartenbesucher verantwortungsvoll unterstützt werden können. Und wer jetzt füttert, holt sich während der grauen Jahreszeit mit Rotkehlchen, Grünfink oder Blaumeise etwas Farbe und Leben in den Garten oder an den Balkon. „Natürlich löst die Vogelfütterung keine großen Naturschutzprobleme, aber sie hilft einigen häufigen Arten. Und wer richtig füttert, schadet den Vögeln nicht, sondern hat auch noch Spaß, das bunte Treiben am Futterhaus vor dem Fenster zu beobachten“, so LBV-Biologin Annika Lange.

 

Vögel füttern macht Spaß und das Beobachten an der Futterstelle kann zu einem unterhaltsamen Rätselspiel werden: Wer lässt sich heute blicken? Ist ein neuer Besucher dabei? Insbesondere Kinder sind regelrecht begeistert, wenn sich neben Spatz, Blau- und Kohlmeise auch seltenere Gäste wie Erlenzeisig oder Gimpel zeigen – und sie diese mit der Zeit auch erkennen. Eine Futterstelle ist nicht nur im Garten, sondern auch am Balkon schnell und einfach eingerichtet. Eine Vogelfütterung ersetzt jedoch keinen naturnahen Gärten mit vielfältigen, heimischen Pflanzen zur Unterstützung der Vögel im städtischen Bereich. Die Früchte des heimischen Weißdorns zum Beispiel schmecken über 30 Vogelarten, die des Schwarzen Holunder fressen sogar über 60 Vogelarten. „Doch trotz regelmäßiger Fütterung verlieren Vögel nicht die Fähigkeit, natürlich vorkommende Nahrung zu finden“, betont die Biologin.


Wer beim Einrichten der Futterstelle die praktischen Tipps des LBV befolgt, kann die gefiederten Gäste am Futterhaus besonders gut beobachten. Die Hygiene am Futterplatz ist gerade bei milderen Temperaturen wichtiger denn je. „In klassischen Futterhäuschen, in denen die Vögel beim Fressen sitzen, kann das Futter leicht verschmutzen. Daher sollten diese unbedingt täglich gereinigt oder noch besser durch Futtersilos ersetzt werden“, sagt Lange. Darüber hinaus ist zu beachten, dass ein Dach das Eindringen von Nässe ins Futterhaus verhindert, da sich ansonsten auch Krankheitserreger ausbreiten können. Außerdem sollten Katzen in unmittelbarer Nähe keine Versteckmöglichkeiten finden.

 

„Mit mehreren Futterspendern, die mit Weichfutter, einer Körnermischung und Fettfutter gefüllt sind, wird die Futterstelle für sehr viele Wintervögel interessant“, so das Fazit von Lange. „Keinesfalls dürfen jedoch altes Brot oder Essenreste verfüttert werden, da Salz und Gewürze für die meisten Vögel unverträglich sind und ihnen schaden.“ Auch eine Vogeltränke sollte an keiner Futterstelle fehlen, da gerade Körnerfresser täglich Wasser zum Trinken benötigen.

 

Umfangreiche Informationen zum Thema auch unter www.lbv.de/fuettern.