Die Burger Wiese im Viehlaßmoos

Spielwiese des Lungenenzian-Ameisenbläulings

Die Kreisgruppe pflegt die Fläche im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde Erding.
Die Moorwiese im Naturschutzgebiet Viehlaßmoos bietet dem seltenen Lungenenzian-Ameisenbläuling (Phengaris alcon) optimalen Lebensraum.

 

Durch die Pflegemaßnahmen der LBV Kreisgruppe konnte der Bestand des stark gefährdeten Lungen-Enzians (Gentiana pneumonanthe) vergrößert werden. Davon wiederum profitiert der Lungenenzian-Ameisenbläuling, der, wie sein Name schon vermuten lässt, stark von dieser Pflanze abhängig ist. Der Falter legt seine Eier auf die Knospen des Enzians, sie dienen den Raupen als erste Nahrungsgrundlage. Nach einiger Zeit lassen sich die Raupen auf den Boden fallen und warten bis sie von der Knoten-Ameise in deren Bau getragen werden. Da die Raupen in der Lage sind, den Duft der Ameisen zu imitieren, fallen sie dort nicht auf und können sich an den Ameisenlarven satt fressen. Im Gegenzug hinterlässt die Raupe den Ameisen ein zuckerhaltiges Sekret. Schließlich verpuppt sich die Raupe um im nächsten Frühjahr als blauer Schmetterling davon zu flattern.

 

Auch der sehr seltene Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Phengaris nausithous), dessen Raupe als Wirtspflanze den Großen Wiesenknopf benötigt, ist hier beheimatet.
Wirt dieses Schmetterlings ist ausschließlich die Knotenameise Myrmica rubra.
Um den Charakter dieser offenen, sehr feuchten Wiese und den Bestand der Knoten-Ameise zu erhalten, wird sie jährlich im Spätherbst gemäht und das Mahdgut abtransportiert. Dadurch wird auf der Wiese der Schilfbestand und auf den trockenen Standorten die aus Amerika eingeschleppte Goldrute zurückgedrängt.

 

 

 

Gut zu wissen…

 

… Früher hielt das Vieh der Landwirte die Flächen am Freisinger Buckl
und im Viehlassmoos von starkem Aufwuchs frei. Jetzt werden die
Mäharbeiten mit dem Balkenmäher erbracht und das Mahdgut auf
Planen händisch abgezogen. Eine „tierisch“ schwere Arbeit!